• LRS

    LRS

    Ich empfehle Schülern mit LRS zusätzlich zu der Unterstützung bei Experten ein Lerncoaching. Ich arbeite mit den Kindern und Jugendlichen nicht daran, wie sie besser schreiben können, dafür gibt es Experten. Ich sorge dafür, dass die Kinder ihre individuelle Lerntechnik finden.

    Oft sind die Schüler sehr frustriert und unmotiviert. Das ist logisch, bedenkt man, dass das Lernen in der Schule im Wesentlichen daraus besteht, dass man Texte aus Büchern liest und dann etwas in sein Heft schreibt. Wenn man das nicht gut kann, ist das blöd. Wenn man dann auch noch so lernt, in dem man sich etwas durch liest und dann aufschreibt, kann das gar nicht gut gehen.

    Im Lerncoaching geht es dann vor allem darum, in das Lernen mal wieder Freude reinzubringen und für Erfolgserlebnisse zu sorgen. Bei Schülern mit LRS haben sich Lerntechniken bewährt, die eher auf Bilder setzen oder auf das gesprochene Wort. Das bedeutet nicht, dass die Schüler nicht mehr an ihrer Rechtschreibung arbeiten müssen, aber es ist ein Weg, das wenigstens das Lernen für eine Arbeit auf einem Weg geschieht, der mehr mit den individuellen Stärken zu tun hat.

    Wenn Schüler merken, dass sie Erfolge haben können, dann steigt auch die Motivation wieder – in diesem Fall, um an den Defiziten zu arbeiten.

  • JobCoach II

    JobCoach II

    Lerncoaching beinhaltet manchmal auch, etwas über sich selbst zu lernen. Viele Coachingtechniken bringen einen zu Erkenntnissen über sich selbst, die man vorher nicht für möglich gehalten hätte.

    Besonders schön kann ich das an den Tagen beobachten, an denen ich das JobCoach Training der ROCK YOUR LIFE! Akademie leite. Es hat sich sehr gelohnt, dass die Akademie ihre vielfältigen Erfahrungen aus fünf Jahre Zusammenarbeit mit jungen Menschen, in diesem Training verdichtet hat, denn das Ergebnis überzeugt.Ich habe jetzt schon so oft gehört, dass am Ende Berufe herauskommen, welche die heimlichen Traumjobs der Teilnehmer sind. Andere wiederum sind fasziniert davon welche Vielfalt an Möglichkeiten, die wirklich zu ihnen passen, ihnen zur Verfügung stehen. „Welchen soll ich denn da aussortieren? Die sind alle toll.“

    Gestern erst wurde eine Forsa Studie veröffentlicht, welche die Techniker Krankenkasse in Auftrag gegeben hat. Das Ergebnis zeigt, dass zwei Drittel der Bevölkerung den Job als größten Stressfaktor angeben. Das liegt mitunter auch daran, dass viele Menschen in Berufen stecken, in denen sie zu wenige ihrer Stärken einsetzen und ihre Interessen oder Werte nicht verwirklichen.

    Da das Jobcoach Training das Inside-Out Prinzip verfolgt und zuerst schaut, was ein Mensch alles mitbringt und dann dazu kommt, welche Berufe dazu passen, wird genau diese Falle vermieden.

    Die Teilnehmer verlassen das Training motiviert, inspiriert, mit strahlenden Augen, einem guten Gefühl und einem Plan in der Tasche, wie die nächsten Schritte aussehen könnten.

    Und wann gehörst du zu denen, die sagen können, dass sie ihren Traumjob gefunden haben?

  • Vertrauen

    Vertrauen

    Nur wer Vertrauen entgegengebracht bekommt, lernt gut. Das mag auf den ersten Blick irritierend klingen, ist aber ganz logisch.

    Wenn Kinder lernen müssen, bedeutet das, dass sie sich selbst unbekannte Welten erobern. Sie sind sozusagen auf einer Abenteuerreise in unbekannte Gewässer unterwegs. Und was kann einem da mehr Rückenwind geben, als Eltern, die an einen glauben? Oder umgekehrt: was kann einen mehr Schwächen, als Eltern, die einem signalisieren, dass man das Ziel wohl nicht finden wird?

    Aber das ist einfacher gesagt als getan. Ich kenne viele Eltern, die ihr Kind gerne unterstützen wollen. Und Kinder, die mit den Türen knallen, nichts erzählen und mit merkwürdigen Freunden unterwegs sind machen es nicht leicht, darauf zu vertrauen, dass sie den Schulstoff schon schaffen werden. Eltern sind selbst unterwegs auf einer Seereise. Sie müssen ein Schiff durch das Bermudadreieck Schule steuern und für eventuelle Stürme, heimtückische Riffe und Piratenüberfälle gewappnet sein. Nur hat ihnen das niemand beigebracht, eine Seekarte haben sie auch nicht mitbekommen. Und jetzt wird noch von ihnen verlangt, dass sie nicht nur Zuversicht für sich selbst, sondern auch noch für ihre Sprösslinge aufbringen sollen. Das ist hart.

    Deswegen gibt es die Seekarten bei mir im Elterncoaching. Damit Eltern gelassen und wohlwollend hinter ihren Kinder stehen können. Damit die Kinder ihr volles Potential entfalten und zuhause wieder von ihrer Abenteuerreise (der Schule) erzählen.

  • Regeln

    Regeln

    Immer wieder stelle ich fest, dass Regeln so erklärt werden, dass man sie hat, um etwas Schlimmes zu vermeiden.

    • Es dürfen nur vier Kinder in den Bauraum einer Kita gehen, weil sie sich sonst mit Bausteinen bewerfen würden.
    • Es darf in der Bibliothek nicht gegessen werden, weil sonst die Bücher beschmutzt werden.
    • Man darf im Unterricht kein Handy dabei haben, weil es unhöflich ist und Schüler damit immer abgelenkt sind.

    Woher kommt das? Brauchen wir diese Schreckensszenarien wirklich? Es gibt doch so gar keinen Anreiz diese Regel zu befolgen. Fällt uns echt nichts ein, um eine Regel zu erklären, indem wir auf das Positive hinweisen, das man dabei gewinnen kann? Es ist doch eigentlich ganz leicht, positive Worte zu finden und damit Lust zu machen, die Regeln einzuhalten:

    • Es dürfen nur vier Kinder in den Bauraum einer Kita, damit sie ganz viel Platz für richtig coole Bauwerke haben.
    • Es darf in der Bibliothek nicht gegessen werden, weil wir wollen, dass diese Bücher auch in 1000 Jahren noch von Menschen gelesen werden könnten. Es wäre doch total blöd, wenn Archäologen von 3050 dieses Buch ausgraben, um etwas darüber zu erfahren, wie wir heute leben – und dann könnten sie es nicht lesen, weil ein großer Fettfleck die Tinte zerstört hat.
    • Man darf im Unterricht kein Handy dabei haben, weil wir gerne so viel wie möglich von der wenigen Zeit, die uns zusammen bleibt auch miteinander verbringen wollen. Und weil wir es super fänden, wenn Schüler die besten Bedingungen haben, um unglaublich viel von dem Schulstoff mitzunehmen, der ihnen hier kostenlos angeboten wird.

    Überlege dir, welche Erklärung für eine Regel dich am meisten nervt – und schreib sie um! Ich freue mich über Beispiele!

  • Routine

    Routine

    Lerncoaching kann auch heißen, die eigenen Rahmenbedingungen im Leben zu ändern, sodass Lernen möglich wird. Ich habe manchmal Schüler, die es morgens einfach nicht aus dem Bett schaffen oder die immer wieder Tage haben, an denen sie sich nicht für die Schule motivieren können. Wenn die mir dann sagen, dass sie ab jetzt alles ändern werden, glaube ich ihnen kein Wort. So einfach ist das nämlich nicht. Ich schlage ihnen dann vor, irgendwo sonst im Leben mal etwas ganz anders zu machen, als bisher, ihre Routine also zu durchbrechen.

    Wenn wir etwas ganz Neues wagen und positive Erfahrungen damit sammeln, sind wir davon beflügelt und motiviert noch mehr zu ändern. Dann wird es auch einfacher wieder in die Schule zu gehen.

    Hier ein paar Vorschläge, was man machen kann, um neue Impulse zu setzen:

    • Mache einem wildfremden Menschen auf der Straße ein Kompliment.
    • Besuche eine Ausstellung in einem Museum, in dem du noch nie warst.
    • Geh in einen Klamottenladen und lass dir von der Verkäuferin ein Outfit zusammenstellen, von dem diese denkt, dass es dir stehen würde. Und probiere es an!
    • Buche eine Führung in einem Stadtteil deiner Stadt, in dem du noch nie warst und lass dich überraschen.
    • Geh in die Kleinmarkthalle und kaufe ein Obst oder Gemüse, dass du noch nie gegessen hast und probiere es.

      Ich bin gespannt auf das, was ihr dabei erlebt! Schreibt es gerne als Kommentar hier auf.

  • Lernbotschafter

    Lernbotschafter

    Meine Klasse (BSAU5 der Berta Jourdan Schule in Frankfurt) war heute an der Universität in einem Seminar von Sabine Wandjo. In diesem Seminar sprechen Lehramtsstudenten über das Thema Haltung und wie ein Lehrer ein guter Coach sein kann.

    Meine Schüler waren eingeladen, um den Studenten aus Schülerperspektive zu erzählen, welche Freiheiten sie im Lernen bei uns bekommen und wie ihnen das dabei hilft, nicht nur Wissen zu erlangen, sondern sich auch in ihrer Persönlichkeit zu entwickeln.

    Sie haben das Lernatelier vorgestellt, die Tagesordnung, die freie Zeiteinteilung, den gemeinsamen Joker, die Miniinputs, einfach alles, was ihren individuellen Weg zum Lernen aus macht.

    Und es war sehr schön zu sehen, wie die Schüler mit der Zeit immer selbstbewusster geworden sind und wie viele Denkanstöße sie den Studenten mitgeben konnten. Am Ende waren alle inspiriert, motiviert und haben neue Informationen mitgenommen. Und ich war mega stolz auf meine Klasse und das, was sie da auf die Beine gestellt hat. So verändert man seine Gesellschaft.

    Dazu braucht es aber immer auch Leute, die zuhören, wenn andere etwas zu erzählen haben. Deswegen gilt mein großer Respekt auch all den Lehramtsstudenten, die sich heute darauf eingelassen haben, keinen Professor und keine Dozentin zu hören – sondern Schüler.

    Vielen Dank!

  • Sitzenbleiben

    Sitzenbleiben

    Es ist großartig, dass Niedersachsen das Sitzenbleiben abschaffen will. Denn es ist unnötig und trägt nicht zu einem besseren Bildungserfolg bei. Genau wie Hausaufgaben übrigens, aber bei der Veröffentlichung mancher Forschungsergebnisse will einfach niemand hinhören.

    Wenn die Kinder dann sitzenbleiben, müssen sie sich an eine neue Klasse und neue Lehrer gewöhnen. Vor allem das Ankommen in der Klasse ist meistens viel wichtiger, als der Lernstoff, sodass dieser auch wieder zu kurz kommt.

    Gerade in der Pubertät, in der eine Ich-Stärke erst neu entwickelt werden muss, weil das Ich sich selbst völlig in Frage und auf den Kopf stellt, ist es ein großer Fehler einem Jugendlichen zu suggerieren, er sei mangelhaft.

    Leider ist das Sitzenbleiben in Hessen immer noch erlaubt.

    Deswegen ist es sinnvoll, schon vor den blauen Briefen ein individuelles Lerncoaching zu vereinbaren. Hier kann ich nicht nur eine Lerntechnik entwickeln, die Spaß macht, sondern auch dabei unterstützen, dass Kinder und Jugendliche sich selbst nicht mit Glaubenssätzen wie „Ich bin dumm.“ oder „Ich kann das einfach nicht.“ stigmatisieren.

  • Workflow

    Workflow

    Als Workflow bezeichnen wir den Zustand, in dem wir arbeiten und dabei so erfüllt sind, dass wir die Zeit vergessen. Es ist leicht und macht Spaß. Viele Menschen kennen das von ihrer Arbeit oder zum Beispiel einem Training beim Sport, vom Musizieren oder Malen. Und tatsächlich kann man sich auch beim Lernen so fühlen.

    Mir fällt oft auf, dass es Menschen Spaß macht zu lernen, wenn sie den Inhalt verstehen oder schon etwas wissen. Deswegen ist es im Lerncoaching meine Aufgabe den Weg über die erste Hürde zu zeigen: Wie verknüpfe ich den Lernstoff mit einem Themengebiet, in dem ich mich auskenne und mit dem ich Positives verbinde? Ist diese Hürde einmal geschafft, haben die Lerner es leicht, einen Workflow zu erleben. Oft passiert das schon in den 90 Minuten, die sie bei mir sind, dass sie komplett die Zeit vergessen.

    Den Zugang zu deinem eigenen Workflow erarbeite ich gerne mit dir gemeinsam.

  • Rituale

    Rituale

    Eine Lernhilfe kann sein, eine festes Ritual zu entwickeln, welches dabei hilft, in die richtige Stimmung zum Lernen zu kommen. Die Rituale sind dabei so unterschiedlich, wie die Lerner. Die einen müssen sich zuerst beim Sport auspowern, bevor sie sich vor ihre Bücher setzen können, die nächsten brauchen den immer gleichen Platz in der Bibliothek, ihren Kaffee oder Tee, den Ausblick ins Grüne, eine Duftkerze oder eine bestimmte Musik im Hintergrund.

    Gerade bei Musik gibt es keine eindeutigen Belege, ob diese beim Lernen hilft oder behindert. Das muss jeder für sich selbst herausfinden.

    Erwiesen ist, dass sich das Gehirn merkt, wie wir lernen und dass wir unter ähnlichen Bedingungen schneller auf den Lernstoff zurückgreifen können. Wenn ich also immer mit Musik lerne und es in einer Klausur dann auf einmal sehr still ist, kann das kontraproduktiv sein. Ich kann mir das aber auch so zu Nutze machen, dass ich einfach vor der Prüfung die Musik höre, die mich beim Lernen begleitet hat.

    Und wer zum Lernen immer grünen Tee trinkt, sollte diesen auch mit in die Klausur nehmen. Ein Lerncoaching kann auch dabei helfen, solche individuellen Rituale zu entwickeln und gezielt einzusetzen, um einen Lernerfolg zu haben.

  • Pausen

    Pausen

    Wer lernt, muss auch Pausen machen. Die Frage ist nur wann und wie? Wer noch etwas Zeit hat bis zu den Prüfungen für die er lernt, kann sich den Effekt zu Nutze machen, dass das Gehirn über Nacht an Dingen weiter arbeitet, die noch nicht abgeschlossen sind. In einem solchen Fall ist es also sinnvoll, nicht alle Fragen zu einem Thema, das man gerade bearbeitet, zu beantworten.

    Wer hingegen kurz vor den Prüfungen steht, sollte anders vorgehen und vor dem Ende der Lernzeit noch einmal die Themen durchgehen, die er besonders gut beherrscht. Wer so sein Selbstbewusstsein stärkt, geht besonders entspannt in die Pause oder den Feierabend und kann sie auch genießen, weil er das Gefühl hat, sie auch verdient zu haben.

    Ansonsten gilt, dass es gut ist, an mindestens einem Tag in der Woche etwas ganz anderes zu machen – schon alleine, damit man wieder Lust auf sein Themengebiet hat. Aber auch, weil man besser und schneller lernt, wenn man erholt und entspannt ist. Beim Lernen selbst gibt es keine Regeln was die Pausen angeht. Wer im Workflow ist, sollte diesen nicht unterbrechen, nur weil schon 90 Minuten vergangen sind. Und wer erst gar nicht ins Lernen kommt, braucht vielleicht eine längere Pause, um seine Motivation wieder zu stärken.

    In meinem Lerncoaching helfe ich gerne dabei, für jeden die passende Strategie zu entwickeln, um die Lernzeit einzuteilen.